Meistens haben wir alles schon bei einem ausführlichen Vorgespräch beredet. Falls noch Neues am OP-Tag zu besprechen sein sollte, holen wir das noch nach.
Wir erwarten Sie (oder Ihr Kind) nüchtern, wie vorher besprochen –
•letzte Nahrung mit festen Bestandteilen am Vorabend,
•dicke Flüssigkeit wie Milch am Operationstag bis 4 Stunden vor Start,
•klare Flüssigkeit wie Wasser, Tee oder Apfelsaft bis eine Stunde vor Start.

Wenn wir alles für Sie vorbereitet haben, holen wir Sie im Wartezimmer ab und begleiten Sie zum eigentlichen Operationsraum (OP). Bei Kindern erlauben wir im Allgemeinen einer Begleitperson, unmittelbar mit in den OP zu kommen, bis das Einschlafen abgeschlossen ist. Erwachsene legen sich bequem auf den OP-Tisch bzw. auf den Behandlungsstuhl, Kinder können bis zum Einschlafen gerne sitzenbleiben.
Auf jeden Fall suchen wir mit den Patienten zusammen eine bequeme Position.
Alle Störungen des Wohlbefindens sollten sofort angesprochen werden, wir werden uns unverzüglich darum kümmern.
Überraschungen aller Art vermeiden wir, ebenso wie Lärm und Unruhe…

Erschrecken Sie nicht über die vielen Geräte. Diese dienen ausschließlich Ihrer Sicherheit!

Dann kann es losgehen: Wir verbinden Sie mit Überwachungsgeräten, legen Ihnen einen kleinen venösen Zugang an (nicht so bei kleineren oder ängstlichen Kindern: hier können wir mit einer Inhalation starten; der Pikser kommt dann später).

Natürlich sagen wir Ihnen, wenn wir Ihnen mit der Gabe von Narkosemitteln beginnen wollen. Es wirkt sich positiv aus, wenn Sie an etwas Schönes in der Zukunft denken, atmen Sie tief und gleichmäßig – nach einigen Sekunden schlafen Sie tief und fest. (Vater oder Mutter müssen uns dann allein lassen, wir bitten dann, ins Wartezimmer zu gehen – oder vielleicht einen Kaffee zu trinken).

Alles Weitere ist abhängig vom gewählten Narkoseverfahren, dies ist zentrales Thema im Vorgespräch. Sie bekommen davon jedoch nichts mehr mit. Während der gesamten Narkose sind wir bei Ihnen, überwachen Ihre Körperfunktionen und sorgen für einen sicheren und sorgenfreien Schlaf. So können wir alle eventuellen Unregelmäßigkeiten unmittelbar erkennen und bei Bedarf sofort eingreifen. Dafür sind wir bestens ausgestattet.
Nun sind die Operateure dran: während Sie tief und fest schlafen, wird der Eingriff durchgeführt. Am Ende der Operation wecken wir Sie wieder auf, und sorgen mit einer sinnvollen Medikation für die ihr Wohlergehen nach der Operation. in stabilem Zustand kommen Sie in den Aufwachraum (Ruheraum), wo Sie Ihre anfängliche Schläfrigkeit oder Benommenheit verlieren – und normalerweise sofort trinken und essen können.